Lasercutter

Lasercutter

Das beim Laserschneiden eingesetzte Verfahren bezeichnet man als thermisches Trennverfahren. Plattenmaterial wird unter der Zuhilfenahme eines Lasers in 2D-Formen geschnitten. In Ausnahmefällen können aber auch 3D-Formen entstehen (-> siehe Laserorigami). Das Resultat ist immer abhängig vom eingesetzten Material. Gängige Materialien sind Plexi- oder Acrylglas, Papier, Pappe und Holz. Es gibt aber auch Materialien, die auf keinen Fall gelasert werden sollten. Solch ein Material ist beispielsweise PVC, bei dessen Verarbeitung mit dem Laser Stoffe freigesetzt werden, die das Gerät aber auch die Atemwege anwesender Personen angreifen können. Mit dem Lasercutter kann man Materialien auch gravieren. So können bspw. Graustufenbilder in Materialoberflächen „gebrannt“ werden. Das erinnert an substraktive Verfahren wie beispielsweise das Fräsen mit einer CNC-Fräse. Das Verfahren ist aber viel ungerichteter und deshalb nicht unbedingt dazu geeignet, eine definierte Menge an Material abzutragen.

Cameolaser / Epilog Zing 6030

Der Zing 6030 ist ein mit einem 50 Watt CO² Laser arbeitender Lasercutter. Eine Messung beim Aufbau und Einrichten des Lasers hat allerdings ergeben, dass die verbaute Laserröhre zum Zeitpunkt des Aufbaus eine Leistung von ca. 68 Watt aufwies. Die maximal zu verarbeitende Werkstückgröße liegt bei 609 mm x 304 mm. Die maximale zu schneidende Materialstärke wird offiziell mit 12 mm angegeben, sie hängt aber stark vom Material ab. Hieraus folgt auch eine materialabhängige Schnittqualität bei gleicher Materialstärke. Geschnitten werden können ausgewählte Plattenmaterialien wie Plexiglas oder andere laserbare Kunststoffe (Stempelkissen etc.), Pappe, Papier und Holz (Sperrholz, HDF, MDF etc.). Neben dem Schnitt kann auch Material abgetragen werden. Man spricht hierbei von einer Gravur. Neben den schneidbaren Materialien können bei der Gravur auch Materialien wie Stein, Glas oder Metallbleche verarbeitet werden. Letzteres mit Hilfe spezieller Markierungssprays. Der große Vorteil des Lasercutters ist seine Geschwindigkeit. Im Vergleich zu den gängigen CNC gestützten Verfahren wie 3D-Druck und CNC-Fräsen ist der Lasercutter um ein vielfaches schneller. Er eignet sich deswegen beispielsweise ungleich besser dazu, Elektronikgehäuse zu fertigen als ein 3D-Drucker.

Materialien

Gravierbare Materialien

Edelstahl; Kunststoffe auf Laminatbasis; Acryl-/Plexiglas; lackierte Metalle; eloxiertes Aluminium; Holz, Sperrholz, MDF und Furnier; Glas; Stein, Granit und Marmor; Keramik und Fliesen; Leder; Gummi; Papier, Pappe und Karton; Kork; Stoffe und Textilien; Otoplastiken; Biogravur: z.B. Bratwurst oder Apfel

Schneidbare Materialien

Kunststoffe auf Laminatbasis; Acryl-/Plexiglas; Holz, Sperrholz, MDF und Furnier; Papier, Pappe und Karton; Kork; Folie; Leder; Gummi; Stoffe und Textilien